7 essentielle Tipps für das Management von Remote Software Development Teams

Posted by InterVenture on January 7, 2019

Eine effiziente Zusammenarbeit von Teams und Projektgruppen innerhalb eines Unternehmens ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg. Insbesondere, wenn sich die Mitarbeiter an unterschiedlichen geografischen Standorten befinden und durch die voranschreitende Digitalisierung in der Lage sind, aus der Ferne simultan an einem Projekt zu arbeiten, ist das erfolgreiche Führen und Leiten von Arbeitsgruppen ein Muss. Im IT-Sektor sowie im Bereich Softwareentwicklung ist das nachhaltige Management von Remote Software Development Teams das A und O, denn IT-Tätigkeiten werden zunehmend an ausländische Teams ausgelagert.

Gründe für die Auslagerung von IT-Tätigkeiten

Es gibt eine Vielzahl an Gründen, warum Unternehmen sich dafür entscheiden, bestimmte IT-Prozesse und Projektverantwortlichkeiten an ein ausländisches Spezialistenteam auszulagern. Zum einen eröffnet IT-Outsourcing einem Unternehmen den einfachen Zugang zu Fachkompetenz und Expertenwissen, zum anderen können Personal- und Betriebskosten minimiert werden. Die Auslagerung von IT-Leistungen sorgt für planbare Kosten, da Ausgaben im Voraus festgelegt werden und keine außerplanmäßigen Kosten auf das Unternehmen zukommen. Weiterbildungskosten eigener Mitarbeiter fallen weg, da diese nicht zusätzlich im Bereich IT geschult werden müssen; unternehmenseigene Ressourcen wie Zeit und Personal können effizienter verteilt werden. Solche im Bereich IT und Software Development tätige Unternehmen, mit denen die Zusammenarbeit profitabel wäre, findet man vermehrt im Ausland.

Tipps für das Management von Remote Software Development Teams

1. Vertrauen

Gegenseitiges Vertrauen innerhalb eines Teams ist der Baustein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Da bei Mitarbeitern im Ausland die Präsenz am Arbeitsplatz wegfällt, ist es schwierig, Vertrauen zu dem Remote Team aufzubauen. Unternehmen lernen, darauf zu vertrauen, dass die ausländischen Softwareentwickler und IT-Spezialisten ihre Arbeit zuverlässig erledigen. Wer einen Vertrauensvorschuss gibt, wird in der Regel für sein Vertrauen belohnt.

2. Kommunikation

Eine umfassende Kommunikation mit dem Remote Team ist von grundlegender Bedeutung. Der Arbeitgeber sollte schon vor Beginn der Zusammenarbeit Kommunikationskanäle integrieren, um einen regelmäßigen Austausch der Teammitglieder untereinander zu ermöglichen. Denn anders als in einem konventionellen Büro ist es für die ausländischen IT-Spezialisten nicht möglich, eine Bindung zu anderen Kollegen zu etablieren, sei es während der Mittagspause oder im Pausenraum.

Je nach Kommunikationstyp variiert die Mitteilungsform. Unterschiedliche Kommunikationskanäle, z.B. E-Mails, Chats oder Telefongespräche, eignen sich je nach Bedarf für das Gespräch. Zum Beispiel ist eine formelle E-Mail die falsche Kommunikationsform, wenn Lösungen diskutiert werden sollen. Hierfür eignet sich besser das Telefon oder der Chat, da dort eine schnellere Reaktion zu den vorgeschlagenen Ideen möglich ist.

3. IT-Infrastruktur

Eigentlich ist es selbstverständlich, dass Unternehmen darauf achten, dass dem Remote Software Development Team die nötige IT-Infrastruktur für erfolgreiche Projektbewältigung zur Verfügung steht. Strom, Internet und Hardware müssen funktionsfähig sein, damit die IT-Experten effektiv arbeiten können.

4. Die Entwicklung einer Meetingkultur

Unternehmen und Personalchefs sollten sich bewusst machen, dass Remote Teams besondere Bedürfnisse haben. Denn es ist nicht so einfach, regelmäßig an Meetings teilzunehmen, wenn sich die Mitarbeiter in anderen Ländern befinden. Aus diesem Grund sollten die Vorgesetzten im Voraus festlegen, wann, wo und aus welchem Anlass die Meetings stattfinden.

5. Förderung des Gemeinschaftsgefühls

Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl sind wichtig, damit die Teams wirklich effektiv zusammenarbeiten. Denn wenn ein gewisses “Wir-Gefühl” existiert, geben die Mitarbeiter ihr Bestmögliches für den Erfolg des Unternehmens. Aus diesem Grund ist es aus Arbeitgebersicht ratsam, private Chatgruppen einzurichten, in denen ein lockerer, privater Austausch möglich ist. Auch regelmäßige Teambuilding-Events bringen greifbare Vorteile mit sich – steigende Produktivität, bessere Arbeitsatmosphäre und langfristige Motivation.

6. Zeitunterschiede

Beim Management von Remote Teams ist es wichtig, die Zeitunterschiede zwischen den verschiedenen Ländern zu berücksichtigen. Denn beim Outsourcing in andere Zeitzonen erschwert der Zeitunterschied die effiziente Zusammenarbeit. Bei der Koordination ist es dann wichtig, dass Teammitglieder nicht ausschließlich zu extrem späten Meetings zitiert werden, während für andere Mitarbeiter die Kommunikation immer am Tag stattfindet. Vorteilhaft ist es, wenn sich zumindest einige Stunden der regulären Arbeitszeit überschneiden. Dies ist vor allem bei der Auslagerung von Betriebsprozessen in angrenzende oder nahe gelegene Länder der Fall. Diese Art von Outsourcing nennt man Nearshoring.

7. Datensicherheit

Beim ortsunabhängigen Arbeiten müssen sensible Daten über das Internet übermittelt werden; genauso müssen relevante Dokumente jederzeit für alle Mitarbeiter zugänglich, und damit online, gespeichert sein. Aus diesem Grund müssen Unternehmen darauf achten, dass die Sicherheit und der Schutz von Unternehmensdaten zu jeder Zeit gewährleistet ist.

Unternehmen können die Vorteile von Remote Software Development Teams effektiv nutzen, wenn man die hier erläuterten Tipps berücksichtigt. Denn nur ein hochwertiges Management von geografisch verstreuten Teams ermöglicht es, die Chancen optimal zu nutzen.