{"id":313,"date":"2015-12-11T00:00:00","date_gmt":"2015-12-11T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.interventure.info\/grunde-fur-ein-nearshoring-in-osteuropa\/"},"modified":"2021-03-16T13:28:18","modified_gmt":"2021-03-16T13:28:18","slug":"grunde-fur-ein-nearshoring-in-osteuropa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.interventure.info\/blog\/grunde-fur-ein-nearshoring-in-osteuropa\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnde f\u00fcr ein Nearshoring in Osteuropa"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/c1.staticflickr.com\/3\/2871\/13809268703_9f5a99bc70_z.jpg\" alt=\"Platz der Republik in Belgrad\" width=\"640\" height=\"425\"><\/p>\n<p>Ob Serbien, Polen, Tschechien, Ukraine, Bulgarien oder Rum\u00e4nien &#8211; Osteuropa gewinnt f\u00fcr hiesige Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Diverse Untersuchungen zeigen, dass sich deutsche Arbeitgeber beim Nearshoring zunehmend f\u00fcr die <strong>L\u00e4nder Osteuropas<\/strong> entscheiden. Dies ist jedoch nicht weiter verwunderlich, zumal viele gute Gr\u00fcnde f\u00fcr eine <strong>Auslagerung von Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten<\/strong> in diese L\u00e4nder sprechen.<\/p>\n<h2><strong>Auslagerung von Unternehmensteilen mangels Fachkr\u00e4ften erforderlich<\/strong><\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/c1.staticflickr.com\/1\/2\/1745480_4a48b54c24_z.jpg?zz=1\" alt=\"Sprich mit den Experten\" width=\"640\" height=\"480\"><\/p>\n<p>Laut dem <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Presse\/Presseinformation\/13000-offene-Stellen-fuer-Fachkraefte-im-IT-Mittelstand.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesverband Informationswirtschaft<\/a>, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) stieg in Deutschland die Zahl unbesetzter Stellen f\u00fcr IT-Experten im in der Vergangenheit um 13 Prozent. Insbesondere dieser <strong>Fachkr\u00e4ftemangel<\/strong> zwingt immer mehr deutsche Unternehmen, die eigenen Entwicklungst\u00e4tigkeiten auszulagern. In diesem Zusammenhang stellt sich im n\u00e4chsten Schritt die Frage nach dem geeigneten Land. Stark auf dem Vormarsch ist hierbei das <a href=\"https:\/\/www.interventure.info\/de\/nearshoring\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nearshoring nach Osteuropa<\/a>, da diese Regionen im Vergleich zu Entwicklungsl\u00e4ndern wie Indien zahlreiche Vorteile bieten.<\/p>\n<p>Hierzu geh\u00f6ren:<\/p>\n<h3><strong>1. Niedrige Arbeitskosten<\/strong><\/h3>\n<p>Zu den Hauptgr\u00fcnden, die deutsche Unternehmen f\u00fcr eine Auslagerung in den Osten Europas veranlassen, geh\u00f6ren selbstverst\u00e4ndlich die vergleichsweise <strong>niedrigen Arbeitskosten<\/strong>. Durch die Vergabe von Arbeiten in diese Nearshore-Regionen werden teilweise <strong>Kosteneinsparungen von 30 bis 50 Prozent<\/strong> in Aussicht gestellt. Die Ansicht mancher Personalleiter, dass es den Menschen in diesen L\u00e4ndern an der notwendigen Ausbildung und den Skills fehle, wird zusehends widerlegt. Inzwischen konnten sich schon mehrere Osteurop\u00e4ische L\u00e4nder als herausragender IT-Standort etablieren.<\/p>\n<h3><strong>2. Keine gro\u00dfen kulturellen H\u00fcrden<\/strong><\/h3>\n<p>Seit der politischen Wende im Jahr 1989 haben sich Kulturen in Europa zusehends angen\u00e4hert. Wert-Anschauungen, das Verh\u00e4ltnis zu Hierarchien, Verl\u00e4sslichkeit und Umgangsformen unterscheiden sich heute nur sehr gering. Dies ist ein gro\u00dfer Vorteil gegen\u00fcber einer Softwareentwicklung in Asien, wo die <strong>kulturellen Unterschiede<\/strong> zu komplikationen und h\u00f6heren Projektkosten f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3><strong>3. Gute sprachliche Kompetenzen<\/strong><\/h3>\n<p>Sprachliche Schwierigkeiten k\u00f6nnen eine <strong>Gesch\u00e4ftsbeziehung<\/strong> belasten und mit teuren Missverst\u00e4ndnissen sowie l\u00e4ngeren Projektlaufzeiten einhergehen. Unter diesem Gesichtspunkt kann Osteuropa weitere Vorteile ausspielen, zumal nachweislich knapp 40 Prozent aller Sch\u00fcler in den neuen EU-Mitgliedsstaaten die deutsche Sprache lernen. Mehr als 70 Prozent lernen ferner Englisch auf international wettbewerbsf\u00e4higem Niveau. Gerade die Sprache der Mitarbeiter ist eine wichtige Grundlage f\u00fcr eine <strong>effiziente Kommunikation<\/strong>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/c2.staticflickr.com\/6\/5070\/5641647904_7025dbb88a_z.jpg\" alt=\"Tastatur Mac Book\" width=\"640\" height=\"427\"><\/p>\n<h3><strong>4. Verf\u00fcgbarkeit und Qualifikation von Personal<\/strong><\/h3>\n<p>Jedes Jahr graduieren in Osteuropa eine gro\u00dfe Anzahl an IT-Studenten. Demzufolge ist das Angebot an qualifizierten Fachkr\u00e4ften sehr gro\u00df. Weil das Anforderungsprofil in Bezug auf die Qualit\u00e4t der Ausbildung merklich gestiegen ist, verf\u00fcgen die Hochschulabsolventen und Berufseinsteiger \u00fcber ein <strong>fundiertes Knowhow<\/strong>. Als Folge hieraus investieren immer mehr internationale Unternehmen hier in Zentren f\u00fcr Forschung und Entwicklung wie auch in den Bau von Wissenschafts- und Kommunikationstechnologien.<\/p>\n<h3><strong>5. Reisen und Zeitzone<\/strong><\/h3>\n<p>Ein positiver Aspekt des Nearshoring sind zudem die geringen bis leichten Visa- und Einreisebestimmungen f\u00fcr B\u00fcrger osteurop\u00e4ischer Staaten. Hinzu kommt die leichtere Vermeidung von Risiken in Bezug auf die Datenschutzrichtlinien. Wer n\u00e4mlich <strong>personenbezogene Daten<\/strong> au\u00dferhalb Europas verarbeiten l\u00e4sst, geht das Risiko ein, dass der Dienstleister trotz Zertifizierung nicht die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) erf\u00fcllt. F\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe haftet dann der Auftraggeber, nicht der Nearshore-Partner. Nicht zuletzt sind etwa Ingenieure aus Osteuropa besser mit EU-Gesetzen (z.B. hinsichtlich des geistigen Eigentums) vertraut, als eine Fachkraft aus Asien. F\u00fcr Osteuropa sprechen aber auch der <strong>kurze Anfahrtsweg<\/strong> und die geringen bis nicht vorhandenen Zeitunterschiede. Zwischen Deutschland und Indien betr\u00e4gt der Zeitunterschied hingegen je nach Sommer- oder Winterzeit 3 \u00bd bis 4 \u00bd Stunden. Geographische N\u00e4he ist somit ein entscheidender <strong>Wettbewerbsvorteil<\/strong>. Viele Probleme lassen sich zudem nur von Angesicht zu Angesicht im <strong>pers\u00f6nlichen Kontakt<\/strong> l\u00f6sen.<\/p>\n<h3><strong>Fazit<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.uniglobalunion.org\/sites\/default\/files\/attachments\/pdf\/OffshoringEasternEurope-De.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berechnungen<\/a> \u00fcber den Anteil Osteuropas am weltweiten <strong>Outsourcing-Markt<\/strong> gehen von 43 Prozent aus, somit Rang zwei unmittelbar hinter Indien. Experten gehen davon aus, dass sich dieser Anteil angesichts oben genannter Argumentation in den kommenden Jahren vergr\u00f6\u00dfern wird. Bereits die Kostenvorteile, die geographische N\u00e4he, das steigende Bildungsniveau sowie die vergleichsweise geringen kulturellen Unterschiede, sprechen f\u00fcr ein zunehmendes Interesse deutscher Unternehmen an ein Offshoring zu Gunsten osteurop\u00e4ischer Staaten.<\/p>\n<p>Bilder (CC BY 2.0): <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/jlascar\/13809268703\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jorge L\u00e1scar<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/maile\/1745480\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mai Le<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/nanagyei\/5641647904\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nana B Agyei<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob Serbien, Polen, Tschechien, Ukraine, Bulgarien oder Rum\u00e4nien &#8211; Osteuropa gewinnt f\u00fcr hiesige Unternehmen immer mehr an Bedeutung. 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